2022 November 10

Verschiedenes

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Nachhaltigkeit gewinnt – Auszeichnungen für Econ-Redner Claudia Kemfert und Michael Braungart

von Delia Hillmayr

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Gleich zweifach wurde im Oktober Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, für ihre Verdienste in Sachen Klimaschutz ausgezeichnet.

Die Deutsche Umwelthilfe verlieh ihr den UmweltMedienpreis in der Kategorie Text und würdigte damit ihre herausragenden publizistischen Leistungen zum Thema „Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen“. In fünf Büchern, zahlreichen Interviews und Gastbeiträgen sowie im „MDR-Klima-Podcast“ erläutert die renommierte Energieökonomin allgemeinverständlich die Zusammenhänge von Klimaschutz, Wirtschaft und Politik.

Auch der BUND Naturschutz ehrte Claudia Kemfert und verlieh ihr den Bayerischen Naturschutzpreis, die höchste Auszeichnung des Verbandes. „Mit ihrem Engagement ist Prof. Kemfert eine wichtige Akteurin auf dem Weg Deutschlands und Bayerns hin zur Klimaneutralität. So hat sie mit ihren zahlreichen Forschungsprojekten und Publikationen zum Kohle- und Gasausstieg sowie zur Vollversorgung aus erneuerbaren Energien einen bedeutsamen Anteil an der sozial-ökologischen Transformation unseres Landes“ – so der BN-Vorsitzende Richard Mergner in seiner Laudatio.

Die Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2022 steht noch bevor: Anfang Dezember wird Professor Dr. Michael Braungart, wissenschaftlicher Leiter des Hamburger Umweltinstituts und Vater des Cradle-to-Cradle-Konzepts, in Düsseldorf den Ehrenpreis entgegennehmen. Als konsequenter Verfechter einer umfassenden Kreislaufwirtschaft wird Michael Braungart für seine Mission ausgezeichnet, Dinge so zu gestalten, dass alles wieder zu Ressourcen und Nährstoffen werden kann und keine schädlichen Substanzen in die Natur gelangen.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist Europas größte Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement und wird seit 2008 von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis vergeben.

2022 September 21

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Claudia Major: Konfliktordnung ersetzt Friedensordnung

von Isabel Funke

Redner/

Sie war eine der wenigen, die den russischen Krieg gegen die Ukraine prognostiziert hatten: Dr. Claudia Major, Leiterin der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin und eine der profiliertesten Sicherheitsexpertinnen in Deutschland.

Auf Einladung des ifo-Instituts hielt sie diese Woche in München einen Vortrag zum Thema „Die geopolitische Neuordnung der Welt – welche Rolle spielen Deutschland und Europa?“

In ihrem Vortrag machte Claudia Major unter anderem deutlich, dass uns sicherheitspolitisch langfristige strukturelle Veränderungen erwarten: Sicherheit wird es für Deutschland und Europa vorerst nur noch in Abgrenzung zu Russland geben. An die Stelle der Friedensordnung der letzten Jahrzehnte tritt eine neue Konfliktordnung, denn es gibt keine gemeinsame Wertebasis mehr. Auch mit China wird Europa dauerhaft im Konflikt stehen.

Europa muss sich mental an diese neue Situation anpassen und die Rückkehr der militärischen Macht ebenso akzeptieren wie die Tatsache, dass sich unsere Werte in den internationalen Spielregeln immer weniger wiederfinden.

Ausführlich ging Claudia Major auf die Anstrengungen ein, die im Rüstungsbereich notwendig sind. Wenn Deutschland die versprochenen 2 % des BIP für Verteidigung ausgibt, steht es mit 75 Milliarden Euro europaweit an der Spitze. Deutschland müsse sich bewusst werden, dass es eine Schlüsselrolle für die Sicherheit Europas spielt, so Major.

Claudia Majors klar strukturierten Ausführungen folgte eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum. Einen ausführlichen Bericht über den Vortrag von Claudia Major finden Sie in der Süddeutschen Zeitung.

Wenn Sie Dr. Claudia Major für Ihre eigene Veranstaltung als Rednerin anfragen möchten, rufen Sie uns an unter +49 89 5472619-0 oder mailen Sie uns.



2022 Mai 23

Live dabei

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Ulrich Ueckerseifer – Impressionen vom G7-Gipfel auf dem Petersberg

von Isabel Funke

auf/

Als WDR-Finanzexperte berichtet Econ-Redner Ulrich Ueckerseifer regelmäßig von den internationalen Wirtschaftsgipfeln. Diesmal war er beim G7-Treffen auf dem Bonner Petersberg dabei und hat uns ein paar Eindrücke geschickt:

Hilfsgelder für die Ukraine und die Bekämpfung der Inflation  – das waren die Top-Themen beim G7–Gipfel auf dem Petersberg bei Bonn.

US-Finanzministerin Janet Yellen auf dem G7-Gipfel
copyright: Ulrich Ueckerseifer

US-Finanzministerin Janet Yellen kam mit einer Zusage von 7,5 Milliarden als Zuschuss für den ukrainischen Staatshaushalt – und forderte die andern G7-Staaten auf, ebenfalls mehr zu geben. Ergebnis: Deutschland gibt eine Milliarde – die anderen G7-Staaten Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada gemeinsam eine weitere Milliarde.

Die Inflation macht den Finanzministern und Notenbankchefs große Sorgen – sie hoffen, dass schnelle Zinssteigerungen eine dauerhaft hohe Inflation vermeiden können.

Passend zur aktuellen Situation hat Ulrich Ueckerseifer einen neuen Vortrag entwickelt:

Unterschätzte Resilienz – wie widerstandsfähig ist Deutschlands Wirtschaft? Selten waren die kommenden Herausforderungen für die Wirtschaft einerseits so klar und andererseits fast gar nicht vorherzusehen wie in diesem noch jungen Jahrzehnt. Dass dramatische Anstrengungen wegen des Klimawandels nötig sein werden – das war klar. Corona und Krieg – damit hatte kaum jemand gerechnet.

Die Folgen sind schon jetzt dramatisch: explodierende Energiepreise, gestörte Lieferketten, Sanktionen auch mit Folgen für Deutschland. Das bedeutet Stress für die Wirtschaft – Widerstandskraft ist jetzt gefragt. Doch wie können Unternehmen und Volkswirtschaft resilient werden?

In Deutschland gibt es einige Pluspunkte: regionale Verteilung der Wirtschaftskraft, ordentliche Eigenkapitalausstattung, gut ausgebildete Fachkräfte. Doch es gibt auch dramatische Schwächen durch gewachsene Abhängigkeiten, allen voran die Energieabhängigkeit von Russland und die starke Abhängigkeit von China. Zeit für eine neue Wirtschaftspolitik mit Blick auf geopolitische Fragen und Zeit für ein Umdenken in den Unternehmen.

2022 April 28

Verschiedenes

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Projektmanager Rednervermittlung w/m/d gesucht

von Isabel Funke

Nach 18 Jahren in der Econ Referenten-Agentur wird uns unsere Kollegin Barbara Boesmiller zum 1. Juli leider verlassen. Daher suchen wir ab Mitte Juni Verstärkung.

Es handelt sich um eine Vollzeitstelle (38,5 Std./Woche). Wir bieten Gleitzeit und die Möglichkeit, zum Teil aus dem Homeoffice zu arbeiten.

Stellenbeschreibung:

Vermittlung unserer rund 300 Redner:innen und Moderator:innen für Unternehmensveranstaltungen. Gesamtes Projektmanagement von der ersten Idee bis zum Tag der Veranstaltung:

  • Eigenständige Beratung und Betreuung der Agenturkund:innen
  • Auswahl der für die Zielgruppe und das Veranstaltungsthema passenden Redner:innen
  • Zeitliche und inhaltliche Abstimmung mit den Redner:innen und Kund:innen.
  • Kontaktpflege zu unseren Redner:innen und Moderator:innen und Recherche neuer Redner:innen und Moderator:innen.

Ferner Assistenz der Geschäftsführung im Rahmen der Rednervermittlung:

  • Neben der Unterstützung bei der Redner- und Kundenbetreuung können das auch redaktionelle Aufgaben wie das Schreiben unseres Newsletters, von Rednerviten oder von Beiträgen für unseren Blog sein.

Gewünschte Kenntnisse:

  • Abgeschlossenes Studium.
  • Berufserfahrung im Veranstaltungsmanagement
  • Sehr gute Allgemeinbildung und Interesse am Zeitgeschehen und neuen Entwicklungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
  • Eigeninitiative und eigenverantwortliches Arbeiten
  • Strukturierte und zugleich flexible Arbeitsweise
  • Kommunikations- und Verhandlungsstärke
  • Hohe Kundenorientierung
  • Ausgezeichnete Deutschkenntnisse und sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift.
  • Gute MS Office-Kenntnisse
  • Bereitschaft, sich in verschiedene Webanwendungen einzuarbeiten

Das bieten wir:

  • Einen Arbeitsplatz in einem klimaneutralen Unternehmen, das sich seit vielen Jahren dem Thema Nachhaltigkeit in allen seinen Facetten verpflichtet fühlt – ökologisch wie sozial.
  • Eine sehr interessante, abwechslungsreiche und dynamische Tätigkeit mit viel Entscheidungsfreiheit und Eigenverantwortung.
  • Kontakt mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Sport.
  • Ein sympathisches Team, in dem offene Kommunikation, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung selbstverständlich sind.
  • 30 Urlaubstage pro Jahr
  • Attraktives Festgehalt plus Umsatzbeteiligung

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung – bitte nur per Mail an info@econ-referenten.de.

Die Econ Referenten-Agentur ist Deutschlands erste Redneragentur. Seit über 30 Jahren vermitteln wir mit Leidenschaft und Herzblut prominente Persönlichkeiten als Redner:innen oder Moderator:innen für Unternehmensveranstaltungen. Als einzige Redneragentur haben wir einen Schwerpunkt auf dem Thema Nachhaltigkeit und vertreten über 50 der renommiertesten Nachhaltigkeitsexperten.

2022 März 21

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Speed-Bergsteiger beim Referenten Speed Dating

von Isabel Funke

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Speed hoch zwei könnte man über unser viertes digitales Referenten Speed Dating sagen. Zum einen hatten wir Deutschlands bekanntesten Speed-Bergsteiger Benedikt Böhm zu Gast, zum anderen ging es wie immer im flotten Tempo durch Vorträge, Quizze und eine Diskussionsrunde.

Beim Referenten Speed Dating bekommen unsere Kunden in 90 Minuten einen persönlichen Eindruck von zwei unserer Redner:innen und eine:r Moderator:in. Neben Benedikt Böhm waren der Sportpsychologe der Nationalelf, Hans-Dieter Hermann, und BR-Moderatorin Ursula Heller mit auf der digitalen Bühne. Ursula Heller führte wie immer souverän und mit viel Empathie, Charme und Spontaneität durch das Programm.

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2022 März 07

Interviews

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Ulrich Ueckerseifer zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine

von Isabel Funke

Redner/

Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine ist Ulrich Ueckerseifer vor allem zu einem Thema gefragt: den ökonomischen Folgen des Krieges. Wir haben den WDR-Wirtschafsexperten um seine Einschätzung gebeten.

Herr Ueckerseifer, die EU hat eine Reihe von Wirtschaftssanktionen gegen Russland beschlossen. Welche treffen Russland am härtesten?

Die Sperrung eines großen Teils der russischen Devisenreserven war die Sanktion, die am meisten überrascht hat. Noch nie ist gegen die Zentralbank eines großen Landes eine solche Sanktion verhängt worden. Nun kann Russland nicht mehr auf den Teil der Devisenreserven zugreifen, der bei westlichen Banken deponiert ist – mehr als die Hälfte ist blockiert. Mittelfristig werden auch die Exportbeschränkung für Technologie die russische Wirtschaft hart treffen.

Sanktionen wirken sich immer auch auf die aus, die sie verhängen. Mit welchen Folgen rechnen Sie für die europäische Wirtschaft und insbesondere die deutsche?

Die deutsche Wirtschaft wird zwar am stärksten betroffen sein, aber nicht wirklich hart getroffen werden. Anders sähe das aus, wenn die von einigen geforderten Importstopps für russisches Öl und Gas kommen sollten. Dann würden die Gas- und Ölpreise noch deutlich stärker steigen. Die gesamte Welt wäre betroffen und Deutschland besonders stark, weil wir besonders abhängig von russischem Gas sind.

Welche Rolle wird China bei alldem spielen?

China kann Russland intensiv helfen, die Sanktionen zu umgehen, oder genau dies nur halbherzig tun. China hat also einen großen Einfluss darauf, wie hart die westlichen Sanktionen Russland treffen werden.  

Wie sehen Sie die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten?

Die Kombination von Krieg, Unsicherheit und Inflation ist eine giftige Mischung für die Kurse. Die Zinswende in Europa wird vermutlich aufgeschoben. Aber früher oder später kommt sie doch, die Inflation wird die EZB dazu zwingen. Und steigende Aktienkurse bei steigenden Zinsen sind nicht zu erwarten.

Deutschlands Abhängigkeit von russischen Öl- und Gasimporten wird seit langem kritisiert. Wie kommen wir durch den nächsten Winter?

Hoffentlich mit gut gefüllten Gasspeichern. Ob die aber ohne russisches Gas ausreichend gefüllt werden können, da bin ich im Moment noch skeptisch.

Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie in der ARD ErklärBAR und natürlich bei einem Vortrag von Ulrich Ueckerseifer, den Sie bei uns buchen können.

2022 Januar 24

Live dabei

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Jürgen Stark über die aktuelle Inflation: Gekommen, um zu bleiben?

von Isabel Funke

Redner/

Diese Frage stand beim Prognosetag 2022 der NordLB im Mittelpunkt, und die Keynote dazu hielt der ehemalige Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, Dr. Jürgen Stark.

„Man sollte sich von den aktuellen Zahlen nicht irremachen lassen, wir sind nicht in der Türkei oder in Argentinien“ beruhigte Stark zunächst die Zuhörer.

Doch im Laufe seiner Ausführungen legte er dar, was aus seiner Sicht geldpolitisch schief läuft und welche Risiken derzeit bestehen.

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2022 Januar 05

Für Sie entdeckt

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Klimaforscher Christian Klepp und seine beeindruckenden Fotografien

von Marion Gissing

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Das Anliegen von Econ-Redner Dr. Christian Klepp? Die Schönheit unseres Heimatplaneten zu zeigen! Der Meteorologe und Klimaforscher verbindet in seinen Vorträgen wissenschaftliche Erkenntnisse mit seiner Begeisterung für Landschaftsfotografie und nimmt die Zuhörer dabei mit auf eine spannende Reise.

Seine Fotografien sind preisgekrönt und in verschiedenen Ausstellungen zu sehen – hier ein kleiner Eindruck von Christian Klepps Fotokunst:

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2021 Dezember 13

Live dabei

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Christian Berg: Nachhaltigkeit ist Innovationstreiber

von Isabel Funke

Redner/

„Nordrhein-Westfalen hat die Chance, Blaupausen zu entwickeln, die weltweit Nachahmer finden“ – davon ist Club-of-Rome-Mitglied Christian Berg zutiefst überzeugt. In seinem Kurzvortrag bei der Veranstaltung des Umweltministeriums NRW „Umweltpolitik im Industrieland Nordrhein-Westfalen – Zukunftsfähig durch Transformation“ sprach der Physiker und Philosoph über die Perspektiven und Chancen der Transformation der Wirtschaft.

Ölpreise steigen? Patentanmeldungen auch!

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2021 November 26

Gastautoren

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Schreckgespenst Inflation – Wo geht die Reise hin? Gastbeitrag von Peter Bofinger

von Isabel Funke

ECON/

Nicht nur an den Tankstellen sind die Preise deutlich gestiegen, auch an der Supermarktkasse muss man seit einiger Zeit tiefer in die Tasche greifen. Wird das so weitergehen? Wir haben den ehemaligen Wirtschaftsweisen Prof. Dr. Peter Bofinger um seine Einschätzung gebeten:

„Nach fast zwei Jahrzehnten mit weltweit niedrigen Preissteigerungsraten ist jetzt die Inflation zurückgekommen. In den Vereinigten Staaten lag die Inflationsrate zuletzt bei 6,2 %, in Deutschland sind es 4,5 %. Der Euroraum kommt auf 4,1 %.

Corona als Preistreiber

Natürlich spielt dabei die Corona-Pandemie eine wichtige Rolle. Sie hat das komplexe Gefüge der weltweiten Lieferketten wie ein Erdbeben massiv beschädigt. Zugleich haben Verbraucher in den Lockdown-Phasen viel gespart und können so ihren Konsum heute kräftig ausweiten.

Energiepreise, die in den ersten Wellen der Pandemie deutlich eingebrochen sind, haben wieder ihr Vorkrisenniveau erreicht und gehen darüber teilweise noch hinaus. In den Vereinigten Staaten haben die Präsidenten Trump und Biden durch extrem hohe Transfers an die privaten Haushalte die Nachfrage noch zusätzlich geschürt.

Verhältnisse wie in den 1970er und 80er Jahren?

Die spannende Frage lautet jetzt: Handelt es sich bei alledem nur um temporäre Schocks, so dass wir mit dem Abklingen der Pandemie wieder zu Inflationsraten von rund 2 % zurückkehren, wie sie von den großen Notenbanken als Zielwert angestrebt werden? Oder ist jetzt eine neue globale Inflationsphase eingeleitet worden, wie man sie in den 1970er- und frühen 1980er-Jahren hatte beobachten können?

Vieles hängt davon ab, wie sich die aktuellen Inflationsraten auf die Inflationserwartungen von Arbeitnehmern und Unternehmen, von Verbrauchern und Investoren auswirken. Bisher ist nicht zu erkennen, dass es hier zu den sogenannten Zweitrunden-Effekten kommt, bei denen steigende Inflationserwartungen im Sinne einer „self-fulling prophecy“ dann auch tatsächlich zu anhaltend höherer Inflation führen.

Bremse statt Gaspedal nötig

Wie das Ganze ausgehen wird, hängt wesentlich vom Verhalten der Notenbanken ab. Diese haben sich bisher trotz der steigenden Inflationsraten weitgehend passiv verhalten. Vor allem die US-Notenbank wäre jetzt dringend gefordert, vom Gaspedal auf die Bremse zu gehen. Im Euroraum, wo die Inflationstendenzen deutlich weniger ausgeprägt sind, ist der Handlungsbedarf nicht ganz so groß.

Für Deutschland ist für die kommenden Jahre nicht mehr mit so niedrigen Inflationsraten wie in den 2010er-Jahren zu rechnen. In diesem Jahrzehnt war der Preisauftrieb mit nur 1,3 % im historischen Vergleich auch ungewöhnlich gering.“

Selbstverständlich hält unser Autor auch Vorträge zum Thema „Kommt jetzt die große Inflationswelle?“ . Hier können Sie Peter Bofinger für Ihre Veranstaltung anfragen.

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