2018 Mai 22

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Michael Groß: Sie sind Führungskraft? Verstehen Sie die Generation Y!

von Barbara Boesmiller

ECON_Redner_Michael_Gross_Gerenation_YWeltklasseschwimmer, Olympiasieger, dann eine erfolgreiche Karriere als Unternehmensberater. Was Econ-Referent Michael Groß anpackt, macht er mit Leidenschaft und Neugierde. Seine Spezialthemen Change Management und Leadership vermittelt er auch als Universitätsdozent und setzt sich dabei gerade mit der sogenannten „Generation Y“ auseinander. Die Jahrgänge 1980 bis 1995 sind inzwischen im Berufsleben angekommen und stellen die Kultur vieler Unternehmen auf die Probe. Warum das so ist, lesen Sie in diesem Gastbeitrag von Michael Groß:

Mit der Generation Y ist zum ersten Mal eine ganze Generation mit dem Internet aufgewachsen. Ihre Erfahrungen, Ansichten und Ziele sind oft so ganz anders als die ihrer Eltern – vor allem, wenn es um „gute Führung“ geht. Doch was bedeutet das für die Unternehmen? Mit meinen StudentInnen an der Goethe-Universität Frankfurt am Main habe ich mich damit intensiv auseinandergesetzt. Aus vielen Studien und Quellen ergeben sich unter dem Strich fünf Anforderungen der Generation Y an Führungskräfte:

  • Verständnis: Führungskräfte sollen sich mit den Bedürfnissen und Denkweisen der Generation Y beschäftigen. Gemeinsam sollen Perspektiven und Ziele abgestimmt werden, damit die jungen Mitarbeiter und das Unternehmen in die gleiche Richtung arbeiten. Hilfreich sind dazu „Reverse-Mentoring“ und anschließendes „Peer-to-Peer-Coaching“ der Führungskräfte.
  • Flexibilität: Arbeitsweisen und Arbeitsbedingungen sollen sich an die Lebenssituation anpassen und Führungskräfte sich vom Wunsch häufiger Präsenz verabschieden. Der persönliche Kontakt ist kürzer, dann jedoch viel intensiver. Das wünscht sich die Generation Y. Das heißt für Führungskräfte auch, den eigenen Arbeitsrhythmus umzustellen.
  • Partizipation: Die Beteiligung an Entscheidungen über die eigene Arbeit ist elementar. Mitsprache und Mitwirkung tragen enorm zur Bindung an das Unternehmen bei. Führungskräfte müssen entsprechende Plattformen oder Prozesse strukturieren und etablieren. Damit wird die erfolgreiche Umsetzung von Entscheidungen erheblich gefördert.
  • Entwicklung: Weiterbildung und -entwicklung im Unternehmen sind für die Generation Y selbstverständlich, je nach Branche sogar wichtiger als die formale Karriere. Führungskräfte müssen sich davon verabschieden, „ihre“ besten Mitarbeiter bei sich zu halten. „Job Enrichment“ oder „Job Rotation“ werden langfristig zu höherer Anerkennung und Attraktivität für neue Mitarbeiter führen.
  • Kollegialität: Transparenz über betriebliche Vorgänge und offene Kommunikation, auch zu Fehlern und Misserfolgen, zeigen ein Arbeiten auf „Augenhöhe“. Dadurch entsteht Autorität, Vertrauen und Energie, gemeinsam erfolgreich sein zu wollen. Denn das darf nicht vergessen werden: Die Generation Y will Leistung bringen, Arbeiten ist kein Selbstzweck und gute Bezahlung daher „gesetzt“, also keiner besonderen Erwähnung wert.

Mein Fazit: Die Generation Y fordert Führungskräfte zum „Loslassen“ auf, damit sie nicht mehr nur sagen, was getan werden soll.

Im Vortrag „Digital Leadership – die neue Führung von Unternehmen“ von Michael Groß bildet das Thema Generation Y einen Schwerpunkt.

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