2015 Mai 15

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Bruno Baumann hilft nach Erdbeben in Nepal

von Barbara Boesmiller

Der Abenteurer Bruno Baumann hat Regionen der Welt gesehen, deren Namen wir nicht einmal kennen. Auf vielen seiner Touren hat er Nepal bereist, ein Land, mit dem ihn seit Jahren eine besondere Leidenschaft verbindet. Bruno Baumann kennt Land und Leute sehr gut und hat schon vor einigen Jahren die Hilfsorganisation Dana e.V. gegründet, die auch jetzt nach dem schweren Erdbeben Ende April Nothilfe leistet. Ihm ist es ein ganz besonderes Anliegen, dass diese Hilfe nicht nach den ersten Aufräumarbeiten abreißt, sondern die Erdbebenopfer dauerhaft unterstützt werden. Uns hat er erzählt, was er im Moment in Nepal macht: 

„Bisher ist nur wenig oder gar nichts von all den Hilfsaktionen in den am schlimmsten betroffenen Bergdörfern des Rolwaling und Langtang angekommen. Auch Geldüberweisungen erreichen zur Zeit die Empfänger nicht, weil die Regierung die Hilfsgelder vereinnahmt. Deshalb ist nur der persönliche Weg gangbar, wenn die Hilfe dort ankommen soll, wo sie am dringendsten benötigt wird. Ich habe deshalb im Rahmen der DANA e.V. und durch meine öffentlichen Vorträge Spenden gesammelt, und mein langjähriger Partner und Freund aus Nepal, Yangjor Lama, hat sie am 12. Mai nach Kathmandu gebracht. Er flog nur wenige Stunden nach Bekanntwerden des Nachbebens der Stärke 7,4 in München los und erreichte Kathmandu mit 12-stündiger Verspätung.

Yangjor wird im Bezirk Sindupalchok sehen, wie und womit man am besten helfen kann. Dort wurden bereits beim ersten großen Beben in einzelnen Dörfern fast 90% der Häuser zerstört. Es gibt von einheimischer Seite aus die Idee, Bambushütten für Familien zu errichten, die kein Dach über dem Kopf haben – denn was nützen Zelte, wenn die Menschen traditionell auf einer offenen Feuerstelle kochen. Bambushütten wären recht erdbebensicher, sind kostengünstig und die Menschen könnten darin so leben, wie sie es gewohnt sind. Die Monsunzeit steht vor der Tür – daher ist Eile geboten. Ferner wird Nahrung, Küchengerätschaft und medizinische Versorgung benötigt.

Ich selbst werde in Kürze mit weiteren Spendengeldern nach Nepal reisen, so dass ich dann gemeinsam mit meinen lokalen Partnern die Hilfsgüter vor Ort besorgen und in diese Bergregion schaffen kann. Das Gebiet ist zum Teil nur durch Fußmärsche erreichbar. Die so wichtige Kathmandu-Kodari-Road wurde schon beim ersten Beben durch Erdrutsche und Felsstürze unpassierbar.Chinesische Soldaten hatten sie nahezu wiederhergestellt, als genau dort das nächste Beben kam. Der Ort Singati ist besonders betroffen.“

Wir sind beeindruckt von Bruno Baumanns Arbeit in Nepal und seinem Einsatz und seiner Bewunderung für die Menschen dort. Mehr dazu lesen Sie auch in diesem Artikel von Bruno Baumann in der österreichischen „Kleine Zeitung“.

 

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