2015 Februar 02

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Armin Nassehi über die Paradoxien des Führens

von Isabel Funke

ECON Redner Armin Nassehi

„Wollt, was ihr sollt!“ Mit diesem Satz bringt unser Redner Armin Nassehi eine der zentralen Paradoxien des Führens auf den Punkt – dass nämlich die Mitarbeiter das, was sie sollen, möglichst auch wollen sollen. Aber auch die Führungskraft selbst steckt in einer paradoxen Situation: Sie führt nicht nur, sondern wird in der Regel wiederum von ihrem Vorgesetzten geführt. Zudem stellt Armin Nassehi die etwas provokante Frage in den Raum, ob wirklich immer die Führungskräfte führen oder ob es nicht eher das System oder die Prozesse innerhalb einer Organisation sind? „Die Eigendynamik einer Organisation ist mächtiger als alle Führungspersonen“, so der Soziologieprofessor an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität.

Im Rahmen des Excellence Dialogues der LMU betrachtet Armin Nassehi das Thema Führung aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Er setzt sich mit Macht, Hierarchien, Kommunikation, Netzwerken und der Notwendigkeit von Eliten auseinander.  Wie immer ist es ein großes Vergnügen, Armin Nassehi zuzuhören. Kein Wunder, dass ihn die Studenten vor einigen Jahren zum besten Dozenten gewählt haben, denn er verbindet die Kunst druckreifer freier Rede mit Spontaneität und Witz. Seine Thesen illustriert er mit vielen Beispielen aus der Arbeitswelt und seinem eigenen Arbeitsumfeld.  Kurzum – der richtige Vortrag für alle, die eine inspirierende Auseinandersetzung mit dem Thema Führung suchen.

 

 

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