2018 April 24

Interviews

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Neu bei uns: Kristina zur Mühlen

von Isabel Funke

ECON Redner zur Muehlen Kristina

Viele Jahre war sie das Gesicht des Wissenschaftsmagazins „Nano“ auf 3Sat, seit kurzem dürfen auch wir Kristina zur Mühlen zu unseren Moderatorinnen zählen. Sie führt nicht nur mit großer Leichtigkeit durch Veranstaltungen unterschiedlichster Art, sondern hält auch Vorträge zu so spannenden Themen wie „Bionik – wie wir vom Einfallsreichtum der Natur lernen“. Erfahren Sie mehr über Kristina zur Mühlen in unserem Interview:

Kristina zur Mühlen – wenn man ein Diplom in Laserphysik absolviert, ist eine Karriere als Fernsehmoderatorin nicht unbedingt das Nächstliegende. Wie kamen Sie zu diesem Beruf?

Hahaha! Das fragen die meisten als erstes! Sagen wir mal so: „Schuld“ war der Mauerfall. Ich komme ja aus Berlin-Brandenburg, und zu DDR-Zeiten war Fernsehjournalismus für mich kein Thema. Diese Option rückte quasi über Nacht in greifbare Nähe.

Das Medium, das mich interessierte, war das Fernsehen. Ich denke, weil es mir schon immer leicht fiel, in Bildern zu denken und weil ich Spaß habe, Inhalte leicht verständlich zu vermitteln. An Moderation dachte ich damals überhaupt nicht. Das ergab sich erst viel später.

Nach dem Diplom sammelte ich erstmal jede Menge journalistischer Erfahrungen. Bei den Sendern lernte ich, zu recherchieren und in kurzer Zeit und mit wenigen Worten schnell auf den Punkt zu kommen. Die News-Redaktionen waren die beste Schule, die es gibt. Ich absolvierte erst Praktika, danach ein Volontariat zur Fernseh- und Hörfunk-Journalistin und arbeitete dann als Reporterin und Autorin hinter der Kamera. Und schließlich fragte man mich, ob ich es nicht auch mal vor der Kamera probieren wollte. Das war 2002 beim NDR. So fing das an…

Inzwischen moderieren Sie viele Unternehmensveranstaltungen und Kongresse. Was macht für Sie dabei den besonderen Reiz aus?

Das Tolle an meinem Beruf ist, dass ich Menschen mit erzählenswerten Geschichten kennenlerne. Ob es der Auszubildende ist oder der Firmengründer, ob es der Forscher ist, der Politiker oder der Unternehmer – sie alle haben Beeindruckendes geleistet oder erlebt. Jeder auf seine Weise. Als Journalistin und Moderatorin darf ich diese – auch sehr liebenswerten – Geschichten entdecken und sie dem Publikum so präsentieren, dass auch meine Zuschauer fasziniert sind und noch mehr erfahren wollen. Genau das ist, was für mich den besonderen Reiz des Moderierens ausmacht.

Als Wissenschaftsmoderatorin sind Sie nah dran an der neuesten Forschung. Welche Entdeckung hat Sie in den letzten Jahren besonders beeindruckt?

Hier fällt mir die Antwort wirklich nicht leicht. Es gibt einfach zu viele Themen, die mich in den letzten Jahren beeindruckt haben und über die ich als Moderatorin des 3sat-Wissensmagazins „nano“ berichtet habe. Mich persönlich faszinieren technische Entwicklungen, mit denen der Mensch sein Leben und Arbeiten angenehmer macht. Die Digitalisierung eröffnet hier viele neue Möglichkeiten und niemand weiß, wohin die Reise geht. Auf der einen Seite gibt es viel Euphorie und Hoffnung – auf der anderen Seite aber auch viele Ängste. Entscheidend wird der gesellschaftliche Umgang mit diesem Zukunftsthema sein. Es bleibt spannend…

Was ist Ihnen neben Ihrem Beruf wichtig?

Zunächst einmal meine Familie. Ich bin ein totaler Familienmensch. Deswegen bedrückt es mich sehr zu sehen, wenn es anderen Kindern nicht gut geht. Die Kinder sind unser Schatz. Wir müssen sie fördern. Vor allem ihre Kreativität. Leider liegt hier noch ein langer Weg vor uns. Deswegen unterstütze ich ehrenamtlich Projekte zur Förderung von Bildung, Kreativität und Vielfalt – u.a. bei der Peter-Ustinov-Stiftung. Wir alle haben Verantwortung und jeder sollte dazu stehen.

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