2013 September 30

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Gastbeitrag Anke Meyer-Grashorn: Expedition Innovation. Segeln ins Ungewisse, Teil 2

von Barbara Boesmiller

Bei Innovationsprojekten gibt es nur ein Kriterium, das Sie mit einem Maximum an eigener Entscheidung beeinflussen können, nämlich den Startpunkt. Schauen wir uns an, was wir beim Innovationssegeln von Kolumbus lernen können:

Ziel und Auftrag: Sie müssen wissen, wofür Sie Neues suchen, was Sie damit bezwecken, was Ihr Ziel ist und wie der genaue Auftrag lautet. Klingt einfach, ist in der Praxis aber eine strategische Herausforderung.

Königin Isabella von Spanien: Sie brauchen einen mächtigen Auftraggeber, der hinter Ihrem Vorhaben steht, Ihnen die finanziellen, personellen, zeitlichen und alle sonstigen Mittel für die Expedition zur Verfügung stellt. Er oder sie muss Ihnen mutig den Rücken decken, auch wenn der Wind rauer wird oder das Volk die Lust an der Fahrt ins Ungewisse verliert. Ohne eine Isabella ist Innovieren zwar möglich, aber meist schwierig und demotivierend.

Transportmittel: Wer übers Meer segeln will, sollte Schiffe auswählen, wer in die Antarktis reist, einen Schlitten. Für die Alpenüberquerung eignen sich Elefanten, Allradfahrzeuge oder ein Heißluftballon. Es gibt verschiedene Formate, um Innovationsprojekte voranzutreiben, von Projektteams über offene Plattformen, Think Tanks oder ausgegliederte Tochterfirmen. Sie haben die Wahl!

Ausstattung: Der Expeditionsleiter bestimmt, was sein Schiff braucht, z.B. Navigationsgeräte, Kanonen und Waffen zur Verteidigung, Tabletten gegen Seekrankheit, wissenschaftliches Gerät für Neuentdeckungen, ein Logbuch, Ersatzsegel, ausreichend Proviant, Zitronen gegen Skorbut, Rum für die Festgelage, Hängematten, Sonnencreme und vieles mehr.

Team: Kolumbus hatte sich seine Crew selbst zusammengestellt – vom Kapitän bis zum einfachen Matrosen. Da waren Experten an Bord, die z.B. besonders gut navigieren, kochen oder im Ausguck stehen konnten. Und es waren verwegene Abenteurer unter ihnen, für die das Ziel gar nicht so entscheidend war, sondern das Abenteuer an sich.

Startpunkt: Sie bestimmen, von wo aus und wann Sie in See stechen wollen.

Lesen Sie hier Teil 1 des Gastbeitrags von Anke Meyer-Grashorn!

 

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