2013 September 26

Gastautoren

Ein Kommentar

Gastbeitrag Anke Meyer-Grashorn: Expedition Innovation. Segeln ins Ungewisse, Teil 1

von Barbara Boesmiller

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Das wusste auch Christoph Kolumbus. Ein mutiger Spinner, der zwar völlig falsch lag, aber durch seinen Mut Amerika entdeckte. Anke Meyer-Grashorn hat tausende von Innovationsseemeilen in deutschen Unternehmen begleitet und weiß: Auch auf dem Weg zu neuen Produkten und Dienstleistungen ist Mut entscheidend. Für uns hat sie ihre wichtigsten Gedanken und Leitsätze in einem dreiteiligen Gastbeitrag zusammengefasst. Vergessen Sie Netz und doppelten Boden und segeln (oder lesen) Sie los!

Von der Vision zur Tat

Christoph Kolumbus hatte eine Vision: Er wollte eine westliche Route an die Küste Asiens finden. Er war ein ausgezeichneter Seefahrer, ein Hitzkopf, der für seine Ideen brannte. Aber er wurde für seine Hirngespinste ausgelacht: Irgendwie seltsam, wenn jemand Richtung Westen segelt, um nach Osten zu gelangen, oder? Am 3. August 1492 hatte er es geschafft: Er hatte einen Plan, ein Ziel, drei Schiffe – die Santa Maria, die Pinta und die Niña. Außerdem 90 Mann Besatzung und einen potenten Auftraggeber, den Hof von Spanien mit Königin Isabella samt Gatten. Und so segelte er los.

Innovation heute – eine moderne Expedition

Seit Kolumbus hat sich nur wenig verändert, wenn es darum geht, Ideen umzusetzen. Es heißt nur anders: Innovationsmanagement.

Alles beginnt mit der Idee

Ziel beim Innovieren ist es, neue Angebote, Produkte, Services, Prozesse, Geschäftsmodelle etc. zu entwickeln, die das Unternehmen wirtschaftlich voranbringen, ihm Wettbewerbsvorteile und neue Umsatzquellen verschaffen und es in der Außenwahrnehmung fortschrittlich und zukunftsorientiert erscheinen lassen. Dieser Prozess startet immer mit einer großen Idee, gefolgt von der gemeinsamen Anstrengung, die Idee zu realisieren, sprich: erfolgreich im Markt zu platzieren.

Ein neues Land entdeckt man selten auf ausgetretenen Pfaden

Interessanterweise suchen Unternehmen ihre neue Welt oft innerhalb alter Strukturen. Sie möchten das Neue – ohne das Alte in Frage zu stellen oder sich davon zu verabschieden.

Neue Welten brauchen neue Strukturen

Sie wünschen sich andere Ergebnisse, engagieren aber keine Expeditionsteams, sondern Personen, die bis zum Hals im Alltagsgeschäft stecken. Sie wollen unbekanntes Terrain betreten, aber nur, wenn es für die visionäre neue Idee eine exakte Risikoberechnung, Marktforschungsunterlagen und einen klaren Businessplan gibt. Menschlich verständlich, fürs Innovieren jedoch der falsche Ansatz. Denn das Lästige am Neuen ist, dass es dafür noch keine Erfahrungswerte gibt. Sonst wäre es ja nicht neu.

Innovieren mit Garantie funktioniert nicht

Das Neue ist immer mit Risiken, Fehlern und einem sehr agilen Prozess verbunden. Kontrolliertes Innovieren mit vorhersehbaren Entwicklungen ist unmöglich. Wer diese Tatsache akzeptiert, ist schon einen entscheidenden Schritt weiter als die meisten Unternehmen.

Die Teile zwei und drei des Gastbeitrags von Anke Meyer-Grashorn folgen in Kürze…

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