2012 Oktober 02

Interviews

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Herausforderung Asien – drei Fragen an Manfred Lahnstein

von Barbara Boesmiller

„Die asiatische Herausforderung“ heißt das neue Buch unseres Redners Manfred Lahnstein, das gerade bei Hoffmann und Campe erschienen ist. Der Unternehmensberater und Bundesfinanzminister a. D. will es als eine Art Weckruf verstanden wissen – für Europa als Ganzes und insbesondere für Deutschland. Denn, schreibt Lahnstein, weder Europa noch Deutschland haben begriffen, wie sehr Asien das Weltgeschehen im 21. Jahrhundert beeinflussen wird.

Manfred Lahnstein, diese Herausforderung, von der Sie sprechen – geht sie nicht doch eher nur von China aus?

Es geht mir um die asiatische, nicht nur um die chinesische Herausforderung. Japan, Südkorea, Taiwan, Singapur – sie alle haben sich auf den Marsch gemacht, genau genommen auch Indien. Und die anderen werden folgen.

Und  worin genau besteht diese Herausforderung für Deutschland und Europa?

Deutschland exportiert die Hälfte dessen, was es produziert. Die asiatische Konkurrenz wird unsere Wettbewerbsfähigkeit ungemein fordern. Die großen politischen Herausforderungen, die Sicherung unserer Energie- und Rohstoffquellen, aber auch die großen Umweltprobleme – all das können wir nicht allein, sondern nur im europäischen Verbund schaffen.

Sie sprechen vom 21. Jahrhundert als dem „asiatischen Jahrhundert“. Sehen Sie darin eher eine Chance oder eher ein Risiko für uns in Deutschland?

Chancen ohne Risiko gibt es nicht. Unter dem Strich sind die Chancen für uns aber auch im „asiatischen Jahrhundert“ groß – wenn wir unsere Nabelbeschau überwinden, wenn wir endlich europäisch denken und handeln!

Drei Fragen und drei Antworten reichen Ihnen nicht? Dann buchen Sie Manfred Lahnstein für einen Vortrag und lassen sich die „Herausforderung Asien“ noch einmal im Detail erläutern. Wir beraten Sie gerne.

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