
Der Bayerische Hof in München wurde am 11. und 12. Juni 2026 zur Bühne für eine Veranstaltung, die ihrem Motto in jeder Hinsicht gerecht wurde. Unter dem Leitgedanken „Verstehen. Verbinden. Verändern.“ eröffneten drei herausragende Referentinnen aus unserem Portfolio das Programm der Markant AG – mit Themen, die um die Frage kreisten: Wie gehen wir mit den Umbrüchen unserer Zeit um?
Als Econ Referenten-Agentur durften wir einen wesentlichen Teil dieses hochkarätigen Programms mitgestalten und waren selbst vor Ort, um die Vorträge live zu verfolgen. In diesem ersten Teil unserer dreiteiligen Rückschau blicken wir auf den Eröffnungstag.
Monika Schnitzer, Claudia Major und Jagoda Marinić: Drei starke Stimmen zum Event-Auftakt
Wirtschaft unter Druck: Monika Schnitzer
Es begann Prof. Dr. Dr. Monika Schnitzer mit ihrem Vortrag „Abgehängt oder wettbewerbsfähig? Deutschland und Europa unter Druck“.
Mit der analytischen Schärfe, die man von einer der profiliertesten Wirtschaftswissenschaftlerinnen Deutschlands erwartet, zeichnete sie ein ungeschöntes Bild der Lage: Deutschland steht wirtschaftlich an einem Scheidepunkt. Doch Schnitzer beließ es nicht bei der Bestandsaufnahme. Ihr Appell war einer der Hoffnung und des Handelns: „Never waste a good crisis – Deutschland muss sich neu erfinden.“ Ein Satz, der im Saal nachhallte und schon hier den Grundton für die kommenden Tage setzte.

Frieden in Gefahr: Claudia Major
Mit ihrem Vortrag „Aus der Traum vom Weltfrieden?“ lenkte Dr. Claudia Major den Blick auf die sicherheitspolitische Realität, in der wir uns heute in Deutschland, Europa und der Welt bewegen.
Die vermutlich meist gefragte Sicherheitsexpertin Deutschlands ordnete die geopolitischen Verschiebungen der letzten Jahre ein und zeigte klar unsere Schwachstellen auf. Majors Vortrag war eine eindringliche Erinnerung daran, dass Stabilität keine Selbstverständlichkeit ist – sondern aktiv verteidigt und gestaltet werden muss. Wie, skizzierte sie eindrucksvoll.

Vielfalt als Chance: Jagoda Marinić
Den Abschluss des ersten Tages bildete Jagoda Marinić mit ihrem Vortrag „Sanfte Radikalität – Wie Zukunftsthemen in vielfältigen Gesellschaften Mehrheiten finden“. Mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus Klarheit und Empathie zeigte die Schriftstellerin und Publizistin auf, wie gesellschaftlicher Wandel gelingen kann, ohne dass Spaltung die Folge ist. Ihr Plädoyer: Veränderung braucht nicht immer den lauten Bruch. Oft sei es die „sanfte Radikalität“, die Mehrheiten nachhaltig überzeugt und Brücken baut. Ein kluger Diskussionsbeitrag einer der derzeit gefragtesten Intellektuellen des Landes.

„Aus Redekultur entsteht Lösungskultur“ – so Marinić
Drei Referentinnen, drei Perspektiven – und doch ein gemeinsamer roter Faden: die Erkenntnis, dass die Herausforderungen unserer Zeit nur gemeinsam zu bewältigen sind. Und nur, wenn wir bereit sind, Gewohntes zu hinterfragen. Genau diese Bandbreite an exzellenten Expertinnen aus Wirtschaft, Sicherheitspolitik und Gesellschaft zu vermitteln: Das ist seit über 35 Jahren die Leidenschaft und der Anspruch der Econ Referenten-Agentur.
Im zweiten Teil unserer Rückschau beleuchten wir auf den 12. Juni, den zweiten Veranstaltungstag des Markant Mitglieder Kongresses 2026. Im Fokus steht der faktenreiche Vortrag von Prof. Dr. Herfried Münkler, „Die Neuordnung der Mächte – Friedensoptionen in einer Welt im Chaos“ sowie eine pointierte Diskussionsrunde zu „Demokratie und Wirtschaft im Stresstest“.


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