2013 Juni 04

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Amelie Fried und das Erfolgsgeheimnis der Clintons

von Isabel Funke

Rund 70 überwiegend junge Frauen (und ein „Quotenmann“) hatten sich kürzlich in den noblen Räumlichkeiten der Privatbank Donner & Reuschel in Schwabing eingefunden, um einen Vortrag unserer Rednerin Amelie Fried zu hören. „Doppelt stark! Wie Frauen und Männer gemeinsam erfolgreicher werden“ lautete das Thema, zu dem die Zeitschrift emotion Amelie Fried eingeladen hatte. Die bekannte Fernsehmoderatorin und erfolgreiche Schriftstellerin ging das Ganze mit Humor an.

„Wie kriegen wir die Männer dazu, das Gleiche zu wollen wie wir?“ stellte sie denn auch augenzwinkernd die Eingangsfrage. Nach einem kurzen Exkurs über die Unterschiede zwischen Männern und Frauen und die historische Rolle der Frau kam Amelie Fried schnell zu ihrer Kernaussage: Männer und Frauen sind am besten, wenn sie sich nicht als Gegner sehen, sondern ihre Talente zusammenwerfen und die Dinge gemeinsam anpacken. „Paare, die sich als Team verstehen, sind erfolgreicher, als wenn jeder für sich kämpft“. Beispiele seien Hillary und Bill Clinton oder die Chemiker Marie und Pierre Curie. Sie selbst habe zusammen mit ihrem Mann acht Bücher verfasst.

Männer müssen sich emanzipieren

Was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie angeht, so räumte Amelie Fried ein, hätten sie und ihr Mann es als Journalisten vergleichsweise einfach gehabt. Je nach Erfordernis arbeitete mal der eine, mal der andere in Teilzeit, Au-pairs sorgten für Freiräume.  Doch dass angesichts der modernen Medien auch in der Wirtschaft noch viel mehr möglich ist, davon ist Amelie Fried überzeugt. Sie fordert ein völliges Umdenken aller an der Wirtschaft Beteiligten. Mehr Homeofffice, mehr Videokonferenzen oder eine höhere Teilzeitquote bei Männern könnten Teil der Lösung sein.

Die lebhafte Diskussion im Anschluss an den Vortrag zeigte: Amelie Fried hatte den Nerv der Zuhörerinnen getroffen.

 

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