2011 November 02

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Die Stunde der Ökonomen – Hüther, Walter & Co.

von Barbara Boesmiller

Wie so oft in diesen Tagen sind wieder einmal die Ökonomen gefragt, nachdem Griechenlands Premier Papandreou mit seinem Plan für ein Referendum überrascht hat. Was das bedeutet, für Griechenland, die Euro-Zone und die Weltwirtschaft, das wüssten alle gerne. Wird bei einem „Ja“ der Griechen alles gut? Bedeutet ein „Nein“ das absolute Chaos? Spiegel Online hat nachgefragt bei vier deutschen Wirtschaftsforschern, auch bei unserem Redner Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft. 

Für Hüther ist klar: Lehnen die Griechen das neue Rettungspaket ab, „stünde die Euro-Zone vor einem Scherbenhaufen“. Einen „politischen Selbstmord aus Angst vor dem Tod“ nennt er das geplante Referendum. Seine Einschätzung im Detail gibt es hier; außer mit Hüther hat Spiegel Online noch mit Kai Carstensen vom ifo-Institut für Wirtschaftsforschung, Jens Boysen-Hogrefe vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel und Gustav Horn vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung gesprochen.

Und wenn Sie sich noch einmal mit den Ursachen der ganzen Misere beschäftigen wollen, empfehlen wir ein Interview und das neue Buch unseres Redners Prof. Dr. Norbert Walter. Er hat mit der SZ gesprochen und seine Meinung ist klar: Schuld an der Finanzkrise sind „all jene, die Risiken eingegangen sind, die sie nicht überblickt haben und die für die Risiken nicht vorgesorgt haben.“ Dazu gehören für ihn auch die Zentralbanken und staatliche Aufsichtsbehörden.

Das Interview steht leider (noch) nicht im Netz, lesen können Sie es aber im Wirtschaftsteil der gedruckten SZ auf Seite 18 und über die ipad-App. Das Buch heißt „Wer soll das bezahlen?“ und ist bei Pattloch Sachbuch erschienen.

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