2017 Januar 17

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Alexander Groth: Werden Sie ein guter Leader!

von Barbara Boesmiller

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Der Jahresbeginn ist die Zeit guter Vorsätze – oder, in unserem Fall, hilfreicher Tipps. Unser Leadership-Experte Alexander Groth hat uns in seinem Gastbeitrag zwei verraten:

„Zum Jahresstart empfehle ich Ihnen die Aneignung von zwei Gewohnheiten. Eine davon macht Sie zu einem besseren Leader, die andere beeinflusst Ihr Privatleben positiv.

Ein Geheimnis guter Leader

Fragen Sie sich rückblickend: Was war vor elf Monaten Ihre größte berufliche Herausforderung und was Ihr größter Erfolg? Sie wissen es nicht mehr?

Tatsächlich erinnern wir uns meist nur an die letzten 100 Tage genau. Das gilt leider auch für die Leistungen und Erfolge Ihrer Mitarbeiter. Meine Empfehlung ist deshalb: Loben Sie den Mitarbeiter zeitnah, wenn die Leistung erbracht wurde. Legen Sie sich zusätzlich ein Lobbuch an und notieren Sie über das Jahr hinweg alle Leistungen, die für diesen Mitarbeiter außergewöhnlich sind. Vor dem Mitarbeiterjahresgespräch schauen Sie Ihre gesammelten Notizen noch mal an und merken sich die wichtigsten Punkte und den dazugehörigen Monat.

Dann können Sie dem Mitarbeiter im Gespräch sagen: „Ich bin mit Ihrer Leistung sehr zufrieden. Im Februar zum Beispiel, da hatten wir dieses Projekt XYZ, da haben Sie …“, und jetzt folgen Details und danach weitere Beispiele. Der Mitarbeiter wird sich aufgrund Ihrer Schilderung erinnern und völlig verblüfft sein, dass Sie das noch wissen.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

– Sie beurteilen Ihre Mitarbeiter objektiver.

– Der Mitarbeiter fühlt sich respektiert und geschätzt.

– Die Mitarbeiter glauben, Sie hätten ein Elefantengedächtnis.

 

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Ein Geheimnis reflektierter Menschen

Stellen Sie sich die gleiche Frage noch einmal etwas abgewandelt: Was war privat vor elf Monaten wichtig? Was hat Sie beschäftigt? Was ist in Ihrer Familie passiert? Und wissen Sie noch, wie das Jahr 2012 für Sie war?

Mir hilft bei der Antwort ein Jahresbuch, das ich seit 16 Jahren führe. Im Gegensatz zu einem Tagebuch schlage ich es allerdings nur einmal im Quartal auf und notiere mir jeweils, was in den letzten 90 Tagen passiert ist. Ich schreibe alles Wesentliche auf zu den Themen „Privat“, „Beruf“ und „Entwicklung“. Unter „Privat“ stehen zum Beispiel die Herausforderungen und Ereignisse in der Familie und wie wir den Urlaub erlebt haben. Unter „Beruf“ notiere ich die Highlights, aber auch Sorgen im Job. Bei „Entwicklung“ trage ich ein, was ich gelernt habe und wie ich meine Entwicklung als Mensch einschätze.

Am Ende des Jahres betrachte ich das gesamte Jahr und gebe ihm eine Überschrift. Anschließend lese ich noch mal die letzten beiden Jahre nach. Das hilft mir, über mich selbst zu reflektieren. Einmal schrieb ich zum Jahreswechsel als Erkenntnis auf: „Ich will mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.“ Die Rückschau zeigte: Genau diesen Vorsatz hatte ich schon in den beiden Jahren davor notiert. Es war an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Seitdem bin ich an den meisten Tagen ab 18:30 Uhr bei meiner Familie und arbeite am Wochenende nicht. Ohne das Jahresbuch wäre ich mir vermutlich nicht auf die Schliche gekommen… Probieren Sie es aus!“

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