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19.10.2015

Wolfgang Ischinger mahnt Gesamtstrategie der EU für den Nahen Osten an

Unser Redner Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), hat die Vorgehensweise der EU in der Syrienkrise als Abarbeiten an den Symptomen kritisiert, ohne dass die eigentlichen Ursachen der Flüchtlingskrise bekämpft würden.

In einem Interview mit heute.de anlässlich einer von der MSC und der Teheraner Regierung organisierten Syrien-Konferenz forderte er Gespräche der EU mit den USA, der Türkei, Russland, dem Iran und den arabischen Nationen über die politische Zukunft Syriens. Die EU müsse jetzt beweisen, dass sie handeln kann, zeige derzeit aber leider ein chaotisches Bild. Während Russland das Heft in die Hand nehme, tage man in Brüssel. Er forderte die EU auf, endlich ernsthaft über das Thema Schutzzonen an der syrisch-türkischen Grenze für Millionen von Flüchtlingen zu reden.

Wolfgang Ischinger übernahm 2009 von Horst Teltschik die Leitung der Münchner Sicherheitskonferenz. Davor war er Botschafter u.a. in den USA und Großbritannien und Staatssekretär im Auswärtigen Amt. Geschätzt wird Wolfgang Ischinger, der in die Bosnien-Friedensgespräche in Dayton ebenso involviert war wie in die Verhandlungen zur NATO-Erweiterung und zur Kosovo-Krise, für seine unkonventionellen Konfliktlösungen und seinen analytischen Verstand.

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