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18.08.2015

Marcel Fratzscher - ein Ökonom, auf den es ankommt

Als “undogmatisch” charakterisiert die Süddeutsche unseren Referenten Prof. Dr. Marcel Fratzscher in einem sehr lesenswerten Porträt, das heute im Rahmen ihrer Reihe “24 Deutsche Ökonomen, auf die es ankommt” erschienen ist.

Marcel Fratzscher zählt aktuell zu den gefragtesten Wirtschaftswissenschaftlern. In den Medien ist er schon fast omnipräsent - in einem Ranking der meist zitierten Ökonomen belegt er nach Hans-Werner Sinn Platz 2. Und zu Kongressen und Veranstaltungen von Unternehmen und Banken wird Marcel Fratzscher ebenfalls häufig als Referent und Keynote Speaker eingeladen.

Auch die Bundesregierung stützt sich auf die Expertise von Marcel Fratzscher. Nachdem er in seinem Buch “Die Deutschland-Illusion” die zu mehr öffentlichen Investitionen aufforderte, machte ihn Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel zum Vorsitzenden einer Kommission zu diesem Thema.

Nach seinen Lieblingsbüchern gefragt, nennt Marcel Fratzscher in dem SZ-Porträt übrigens neben “Freakonomics” von Steven Levitt und Stephen Dubner “Die Welt von Gestern - Erinnerungen eines Europäers” von Stefan Zweig. “Das Buch berührt mich tief. Was Zweig für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts beschreibt, lässt sich auch auf das heutige Europa übertragen”.

Marcel Fratzscher ist seit 2012 Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, das zu den Spitzeninstituten in Deutschland zählt. Sein Werdegang ist beeindruckend: Er studierte in Kiel, Oxford und Harvard, promovierte in Florenz, begann seine Berufstätigkeit bei der Asian Development Bank in Manila und arbeitete als Berater für die Weltbank. Weitere berufliche Stationen führten den heute 44-Jährigen als Analyst nach Kenia, als Makroökonom beim Harvard Institute for International Development nach Jakarta und schließlich zur Europäischen Zentralbank in Frankfurt, bevor er 2012 an die Spitze des DIW in Berlin berufen wurde.

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